WAS BEINHALTET UNSER KARATE

Mit regelmässigem Meditieren - ja, bewusst aus der Mitte - und ganz individuell von uns betreut, startet die Reise durch Körper und Geist. Sich und seinen Körper gut zu kennen, ist eine der Grundvoraussetzungen, um Verletzungen vorzubeugen und erfolgreich zu sein.

Wer Griffe und Techniken lernt und anwendet, ohne den Gegner "lesen" gelernt zu haben, und ohne sich seiner Verletzlichkeit bewusst zu sein, läuft erfahrungsgemäss blindlings in offene Klingen eines vermutlich immer erfahreneren Angreifers.

Bedrohliche Situationen sind im Körper schon spürbar, bevor wir persönlich bedroht sind. Einige Minuten, aber auch, wenn es bloss noch entscheidende Sekunden sind. Es liegt also ganz an uns, an der Entwicklung unserer Sinne und unserer Persönlichkeit zu arbeiten, an unserer Körpersprache und Bewegungen, der Körperkenntnis und Vorbeugung, an der Wahl des Umfeldes und Freundeskreises, um schon gar nie angegriffen zu werden.

Karate war einst die einzige Lebensversicherung/Überlebensversicherung. Karate wurde dazu geschaffen, stetig an sich zu arbeiten, gesund und beweglich zu bleiben und einen gewalttätigen Angriff auf Leib und Leben (mit oder ohne Waffen) erfolgreich zu überleben. Es war einst DIE (Über-) Lebensversicherung und ist heute noch genauso wirkungsvoll.

Wir erlernen auch, weshalb wir vor einem überraschenden tätlichen Angriff zwar Respekt aber keine Angst zu haben brauchen, wie wir die Angst, die uns blockieren könnte, schon gar nicht in uns hochsteigt, wir entscheidungsfähig bleiben und was das alles mit Beckenboden und Zwerchfell zu tun hat.

Dazu gibt es auch zu sagen, dass wir selber unsere Aufgaben machen und gemäss Erfahrung schon gar keine gewaltbereiten Leute anziehen.
Strafregisterauszüge der Schweizer Kantone und anderer Herkunftsländer, alle ohne Einträge, sind natürlich erforderlich, nicht erst ab Schwarzgurt, wo wir zum besseren Verständnis auch immer wieder mit diversen Waffen trainieren werden.

Wie leicht kippen doch alltägliche Situationen blitzschnell in lebensgefährliche, wenn
  -   wir zuwenig Erfahrung mit Meditation haben und unerwartete Gewalt (meist gar nicht einmal gegen uns persönlich gerichtet) unsere blinde Aggression weckt oder uns aus Faszination anzieht und mitten ins Verderben lockt,
  -   unser Leben tatsächlich in Gefahr ist, wir das aber nicht vorzeitig spüren, den Ort umgehen, oder wir uns nicht rechtzeitig effektiv wehren,
  -   wir zur Selbstverteidigung selber Waffen auf uns tragen,
  -   wir uns mit Nervenpunkten (Kyusho) des Gegners auskennen, der Angreifer sie aber genauso kennt und wir nicht gelernt haben, auch ohne sie den Angreifer zu überwältigen,
  -   wir einen Angreifer nicht einschätzen können und einen überlegenen Angreifer zur Verteidigung fatalerweise auch noch mit seinen eigenen Stärken angreifen (dashalb gibt es im Shito-ryu Karate auch all die Systeme Naha-te, Shuri-te, Tomari-te, etc.).

Selbstverteidiung im traditionellen Sinne lehrt aber nicht bloss, kurzfristig einen Angriff zu überstehen, sondern im Leben an sich Schädliches zu erkennen, zu vermeiden und sich nicht selbst Verletzungen zuzufügen.
Sie lernen also gleich auch noch mit, wo Abnützungserscheinungen lauern, sie bis ins hohe Alter zu vermeiden und trotzdem noch viel effektiver zu werden.

Sie merken schon, es geht beim Karate vor allem auch darum, unsere Sinne weit offen zu haben und Herz zu zeigen, wenn immer wir durchs Leben gehen.

Und ebenso klar ist, dass die Übersetzung von Karate (kara te) in "leere Hand" daneben greift, sind doch die Hände beim Karate praktisch immer voll! Sie schnappen zu, greifen, kneifen, stechen, ziehen, schubsen, halten Waffen,... nur leer sind sie praktisch nie. Die Hände sind voll, leer von Gedanken ist der Geist vom Jahrzehntelangen meditieren, sodass wir in herausfordernden Situationen dennoch emotionsfrei, still und ruhig bleiben und die richtigen Entscheidungen treffen.

Drucken Sie hier unseren Kurs-Flyer aus und erfahren Sie noch mehr über uns.

Faltblatt Kofukan Karate am HB Zürich (2 MB)


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